Kirche Krögelstein

Das Wahrzeichen unserer Ortschaft
Der "Alte Fritz", im Dorfkessel gelegen
Das alte Pfarrhaus

Geschichte
Einiges aus der Historie unserer Kirchengemeinde, auch über die Ortschaft Krögelstein und deren Werdegang insgesamt.

Krögelstein war bereits lange vor seiner urkundlichen Erwähnung besiedelt: dies ist erkennbar an den Hügelgräbern im Braunholz, die aus der Hallstattzeit (ab ca. 800 v. Chr.) stammen.
Im Felsendorf Krögelstein ist das Wahrzeichen der
Alte Fritz, ein 30 m hoher Dolomitfelsen. Zu nennen sind noch der Schwedenfelsen, den die schwedischen Landsknechte im 30-Jährigen Krieg ins Dorf stürzen wollten, und der Löwenfelsen, der die Gestalt eines liegenden Löwen hat. Aus letzterem löste sich 1881 ein großer Brocken, der bei seinem Sturz ins Tal ein Haus zum Einsturz brachte und eine Mutter mit Kind unter sich begrub.
An der der Kirche gegenüberliegenden Felsenseite liegt die Etagenhöhle, die Ende des 19. Jh. von der letzten Krögelsteiner Höhlenbewohnerin Kunigunda Tratz und ihren 2 Kühen besiedelt wurde. Im Jahre 1760 brachte ein ehemaliger Soldat mit Namen Pfändner die ersten Kartoffeln aus Prag mit und baute sie hier an. 1736 wanderten 30 Bewohner nach Ungarn aus, und zwischen 1840 und 1890 zog es einige Krögelsteiner nach Amerika. Im Frühjahr 1919 wurde auf der Schnackenwöhr (oberer Teil von Krögelstein) eine Friedenseiche gepflanzt.
Seit der Gebietsreform vom 1. Mai 1978 gehört Krögelstein zur Stadt Hollfeld und damit zum Landkreis Bayreuth. Die Pfarrei gehört zum Dekanat Thurnau.

Die Zeitgeschichte Krögelsteins
ab 800 v. Chr. Besiedlung: dies zeigen Hügelgräber am Braunholz
1149 erste urkundliche Erwähnung als Crogelstein
1149-1239 Edelfreie von Krögelstein, vermutlich Walpoten
1313 Bischof Wulfing verpfändet Kirche und Burg an Bamberg
1362 Lehenssitz derer von Aufseß
1500 Die Veste Krögelstein samt Gütern wird Bischof Heinrich von Bamberg zu eigen; er gibt sie Dietz von Giech
1523 Die Burg wid vom Schwäbischen Bund niedergebrannt, um das Raubrittertum derer von Giech zu beenden (seit 1350 ansässig)
1800 Krögelstein ist mit 71 Häusern das größte Pfarrdorf der Grafen von Giech
1810 Das Dorf wird bayerisch
1840-1890 Viele Auswanderungen nach Amerika (vor allem Philadelphia)
1918 Landbesitzer können frei über ihre Flächen verfügen (kleine Einschränkungen)
1978 Eingemeindung zur Stadt Hollfeld